Wussten Sie schon, dass...29.01.2020

Bei einer Begegnung erzählte mir jemand…

Mein Vater wurde im Alter immer mürrischer, verschlossener und steifer.

Er war erkrankt und wartete nur noch auf den Tod … Sein Herz wurde finster.

Nach der Geburt unseres Kindes lebt er plötzlich wieder auf.

Die Begegnung mit dem Kleinen macht ihn urplötzlich wieder viel jünger.

Am kommenden Sonntag, 40 Tage nach Weihnachten, feiern wir ein besonderes Fest:

Darstellung des Herrn oder „Begegnung“.

 

Maria und Josef bringen gemäß der jüdischen Tradition Jesus in den Tempel in Jerusalem, um Gott dafür zu danken und Ihr Kind Gott anheimzugeben.

Plötzlich taucht ein Greis auf, Simeon.

Ein jüdischer Mann, der ein Leben lang im Tempel seinen Dienst getan

und gemäß den Verheißungen des Alten Testaments auf den Messias gewartet hat.

Nun ist sein Augenblick gekommen.

Er nimmt das kleine Jesuskind in seine Arme, hebt es hoch und preist Gott mit dem Lied:

Nun lässt du, Herr, deinen Knecht,

wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen,

das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet,

und Herrlichkeit für dein Volk Israel. (Lk 2, 29-32)

 

Manchmal, nicht erst im greisen Alter, gehen auch uns die Lichter aus.

Die gläubige Begegnung mit diesem besonderen Kind kann uns immer wieder aus der Starre lösen, aufwecken und daran erinnern, wofür und für wen unser Leben eigentlich bestimmt, geweiht ist.

 

In einem Kanon singen wir dazu:

„Mache dich auf und werde Licht, denn dein Licht kommt.“

Ihr Pfarrer Markus Grabowski